„Die Soldatengräber sind die großen Prediger des Friedens, und ihre Bedeutung als solche wird immer zunehmen!“
                                                                                                                                                             
 Albert Schweitzer

Zum Gedenken

an den im 2. Weltkrieg gefallenen Soldaten
Mathias Schnell aus Neppendorf.


 

                                                               


 

     

    Im Elsass, in den Vogesen in der Nähe zur deutschen Staatsgrenze liegt der malerische Kurort Niederbronn les Bains (Bad Niederbronn). Neben dem Städtchen, auf einer Anhöhe befindet sich der Deutsche Soldatenfriedhof, wo insgesamt 15.413 im 2. Weltkrieg Gefallene Deutsche Soldaten zur Ruhe gebettet sind und der von der Deutschen Kriegsgräberfürsorge in grossem Teil ehrenamtlich unterhalten und gepflegt wird. Einer dieser vielen Tausend Gefallenen ist der gebürtige Neppendorfer Mathias Schnell von Hnr. 718. Er fiel am 18. Januar 1945 im Alter von 21 Jahren, kurz vor Kriegsende bei Reipertsweiler, als der Krieg schon längst entschieden war. Er galt fast 2 Jahre als vermisst, erst am 8. August 1946 erging von Berlin aus die lapidare amtliche Todesnachricht an die Eltern. Er wurde zunächst auf dem Heldenfriedhof Bärenthal bestattet, später (60-er Jahre) wurden die sterblichen Überreste der gefallenen Soldaten von mehreren Soldatenfriedhöfen aus der Umgebung auf den Friedhof in Niederbronn umgebettet. Seine Eltern starben 1965 (der Vater) und 1966 (die Mutter), ohne  je das Grab ihres Sohnes besucht zu haben. Ihnen wurde, bedingt durch das damals in Rumänien herrschende kommunistische Regime der Betonschädel und unheilbaren Psychiatriepatienten, die Ausreise aus dem Land und damit der Zugang zum Grab ihres Sohnes verwehrt. Erst 1992 konnten wir mit Hilfe des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge e. V. sein Grab ausfindig machen und es zum erstenmal besuchen.
    Diese Seite soll ein kleines Andenken an diesen Soldaten sein, der so früh, fern seiner Heimat und seiner Familie einen grausamen Tod erleiden musste, wie so viele Tausende und Abertausende seiner Generation und die in unserer heutigen Zeit immer mehr in Vergessenheit geraten. Ja sie werden oft von unwürdigen Elementen, Läusen und Zecken, Parasiten der Wohlstandsgesellschaft, (die ja erst durch das Blut und die unsäglichen Opfer all derer die durch den Krieg gelitten haben, entstanden ist) als Verbrecher und Mörder dargestellt, ihr Andenken wird in den Schmutz gezogen von Leuten die ihnen das Wasser nicht reichen können und die teilweise gar keine Ahnung haben wovon sie eigentlich reden, sondern einfach Vorgesagtes nachplappern. Man darf heute einen Soldaten, der sein Leben für seine Heimat gegeben hat gar nicht mehr „Helden“ nennen als wäre diese Bezeichnung eine Schande. Als sogenannte „Helden“ fungieren heutzutage eine andere Species von Menschen über die ich hier an dieser Stelle gar nichts sagen will. Und wird auch noch so gehetzt und gelogen, werden diese Leute (sowohl die Toten als auch die Überlebenden des Krieges) auch noch so oft diffamiert (oft mit stiller Duldung seitens der staatlichen Behörden) eins steht fest: Die Wahren, Echten Helden liegen auf Friedhöfen wie in Niederbronn!


    Grosser Respekt und Dank gebührt dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der in ganz Europa (seit der Wende auch in Osteuropa und Russland) sich, teilweise in ehrenamtlicher Arbeit, um die Gräber und Massengräber der im Krieg gefallenen Soldaten kümmert, die oft in Feld und Flur verscharrten Überreste der Gefallenen auf ordentliche Friedhöfe umbettet, sie registriert und versucht sie, soweit dies noch möglich, zu identifizieren.  

    Im weiteren ein paar Bilder vom Soldatenfriedhof Niederbronn:

     

 

 

Soldatenfriedhof Niederbronn les Bains



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